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Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde

Standort
Alte Handelsstr. 83
96515 Judenbach

Ali Kurt Baumgarten
Ali Kurt Baumgarten (* 21. März 1914 in Judenbach; † 4. April 2009 in Coburg) war ein deutscher Graphiker, Kunsthandwerker und Maler, der dem Expressionismus nahestand.

Baumgarten lernte als Schüler bei Karl Caspar, Hugo Troendle und Olaf Gulbransson in München, außerdem bei Karl Schmidt-Rottluff in Berlin. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er mit einem Malverbot belegt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war er in der DDR in der Spielzeugindustrie als Gestalter sowie bei Arbeiten im Bereich „Kunst am Bau“ tätig. Nach der Wiedervereinigung wandte er sich wieder dem Expressionismus zu, als dessen letzter deutscher Vertreter er galt. Im Jahr 2001 beendete er aus gesundheitlichen Gründen seine künstlerische Tätigkeit.

(Quelle: Wikipedia)
Weitere Informationen
Multifunktionales Zentrum (MFZ) – Stiftung Judenbach
Alte Handelsstraße 83 in 96515 Judenbach
Ali Kurt Baumgarten Museum
Sammlung Weidner – mechanisches Spielzeug made in Judenbach
Hubertus Weiß – Graf Zeppelin D-LZ 127
Indoorspielplatz
Kreativwerkstatt
Wechselausstellungen
Museumscafé
Museumsshop
Treffpunkt Wintersport, Mountainbiking, Lutherweg

Museumscafé und Museumsshop sind Projektbestandteile.
Sparkassengeldautomat ist im Haus.

PKW-Parkplätze: direkt am Haus
Busse: können an der Hauptstraße (Alte Handelsstraße) oder direkt vor dem Haupteingang halten.
Ein Großparkplatz für PKW und Busse steht zur Verfügung.

Ali Kurt Baumgarten Museum:
Der Judenbacher Ehrenbürger Ali Kurt Baumgarten (21.03.1914 bis 10.04.2009) hat ein umfassendes künstlerisches Werk als Maler, Spielzeugdesigner und in baugebundener Kunst hinterlassen. Baumgarten gilt als letzter deutscher Expressionist. Eine Ausstellung im Jahr 1934 zusammen mit Emil Nolde brachte im 3. Reich das Berufsverbot und die Einstufung als entarteter Künstler ein. Der Briefverkehr mit Karl Schmidt-Rottluff (Künstlergruppe Brücke) belegt den engen Kontakt der beiden Expressionisten. Es werden sowohl sein Lebensweg als auch sein umfassender künstlerischer Nachlass in Form von Bildern, Plastiken, Spielzeugdesign, baugebundener Kunst, Artefakte und Videopräsentationen ausgestellt.

Sammlung Weidner – mechanisches Spielzeug made in Judenbach:
Das Ehepaar Weidner (München) sammelt seit mehr als 30 Jahren mechanische Spielwaren. Judenbach gilt als die Wiege des mechanischen Spielzeugs. Neben einer historischen Schauwerkstatt können ca. 400 Exponate, die in Vitrinen zu sehen sind, bewundert werden. Die Bewegung der Spielzeuge wird in den jeweiligen Vitrinen im Video wiedergegeben. Weiterhin gibt es ein kleines Kino, wo Filme von Götz Weidner präsentiert werden. Götz Weidner ist als Filmarchitekt bei der Bavaria tätig und hat in der Zusammenarbeit mit bedeutenden Regisseuren (Helmut Dietl u.a.) an einer Vielzahl bekannter deutscher Spielfilme (Das Boot, Die Buddenbrocks, Die Mann-Verfilmung, Stonck u.a.) mitgewirkt. Im Kino werden Kurzfilme und Filmausschnitte von Götz Weidner vorgeführt.

Hubertus Weiß – Zeppelinmodell Graf Zeppelin D-LZ 127:
Hubertus Weiß (1912-1999) baute 25 Jahre lang an dem im MFZ ausgestellten Zeppelin-Modell. Es ist 5,70 m lang, besteht aus ca. 2 Mio. Streichhölzern und ist das zweitgrößte Streichholzmodell der Welt. Das Modell befand sich zuletzt im Magazin des Deutschen Technikmuseums Berlin und wurde von der Tochter des Erbauers (Veronika Lenk) von Berlin nach Judenbach geführt, wo es nun dauerhaft ausgestellt wird.

Indoorspielplatz:
Der Indoorspielplatz im ausgebauten Dachgeschoß bietet in 7 Spielstationen und einer Klettergruppe Kindern von 4-12 Jahren vielfältige Angebote für Spiel, Spaß und Unterhaltung und das bei jedem Wetter.

Kreativwerkstatt:
Die Kreativwerkstatt bietet in Verbindung mit einem Außenbereich (grünes Klassenzimmer) Raum für kreative Betätigung. Getragen werden die angebotenen Kurse von Privatdozenten, der Volkshochschule Sonneberg und der Staatlichen Berufsbildenden Schule Sonneberg. Angesprochen werden sowohl Kinder (Kindertagesstätte, Grundschule), Jugendliche, Erwachsene und Senioren.

Wechselausstellungen:
Im Gebäudekomplex steht eine Halle mit ca. 250 m² Ausstellungsfläche für verschiedenste Ausstellungszwecke und Veranstaltungen zur Verfügung. Durch mobile Trennwände lassen sich die Präsentationsfläche vergrößern, aber auch räumliche Abtrennungen vornehmen. Die Halle mit Vorraum, eigenem WC (auch Behinderten-WC), Küchenstrecke und Getränketresen wird auch vermietet. Hier finden Veranstaltungen des Kindergartens, Ausstellungen von landwirtschaftlichen Vereinen, Motorradclubs, Kochkurse und Sonderausstellungen des Museums statt. Mag sein, dass künftig mancher Besucher hier den Raum findet, um seine Ideen umzusetzen.

Museumscafé, Museumsshop:
Eingangsbereich, Kasse, Museumscafé und Museumsshop bilden eine räumliche Einheit im Parterre des Gebäudes. Das Museumscafé besitzt 32 Sitzplätze und zusätzlich bei schönem Wetter einen Außenbereich im geschützten Innenhof. Es werden Kaffeespezialitäten und Kuchen, Eis und kleine Snacks angeboten. Der Kaffee wird in der eigenen Rösterei verarbeitet. Natürlich gibt es auch viele Arten von Kaltgetränken. Im angeschlossenen Museumsshop können Produkte aus der Region erworben werden, in erster Linie Spielsachen, die heute noch manufakturmäßig hergestellt werden, aber auch andere regionaltypische Angebote (Pappmache, Glas und Porzellan).

Treffpunkt Wintersport, Mountainbiking, Lutherweg:
Das MFZ / die Stiftung Judenbach liegt direkt an der Alten Heer- und Handelsstraße, die im Mittelalter die kürzeste Verbindung der bedeutenden Handels- und Messestädte Nürnberg und Leipzig über den Thüringer Wald herstellte. Über diesen Weg kam auch der Reformator Martin Luther nach Judenbach und übernachtete hier. So führt der neu ausgewiesene Lutherweg durch Judenbach und vorbei an dieser Einrichtung. Auch die Mountainbike-Strecke Rennsteig und im Winter Langlaufloipen nehmen das Objekt mit dem Parkplatz zum Ausgangs- und Zielpunkt sportlicher Aktivitäten. So stehen in der Einrichtung Sanitäranlagen, Umkleiden und Duschen für Sportler und Wanderer zur Verfügung. Der Wanderparkplatz „Lutherweg“ wurde im Jahr 2016 rechtzeitig vor dem großen Reformationsjubiläum 2017 fertiggestellt. Zeitgleich feiert Judenbach 2017 sein 700jähriges Bestehen.

Eröffnung am 05.04.2017 10.00 Uhr

Anfahrt, Öffnungszeiten, Eintritt
Öffnungszeiten:
jeweils Mi –So 13.00 – 17.00 Uhr
Gruppen auf Anfrage auch außerhalb möglich

Eintritt:
Erwachsene 5,-€, ermäßigt 4,-€*
Kinder bis 14 Jahre 3,-€
Kinder Indoorspielplatz 2,-€
* Schüler, Studenten, Behinderte nach Vorlage eines gültigen Dokumentes

Stiftung Judenbach
Alte Handelsstraße 83
96515 Judenbach
Tel. 03675/426862-0
Fax 03675/426862-19
Mail: info@stiftung-Judenbach.de
Internet: www.stiftung-judenbach.de
Standort
Alte Handelsstr.
96515 Judenbach
Weitere Informationen
Nikolaus, der Schutzheilige der Kaufleute, hat unserer Kirche den Namen gegeben. Nicht von ungefähr, denn der ganze Ort verdankt Entstehung und Wachstum der alten Heer- und Handelsstraße, die über einen Gebirgssattel Nürnberg-Coburg-Saalfeld-Leipzig miteinander verband. Es würde hier zu weit führen, die vielen Verbindungen und Beziehungen Ort - Straße aufzuzeigen, von den Vorspanndiensten bis zur Posthalterei, von den Durchreisen und Übernachtungen Dr. Martin Luthers 1518 und 15 50 bis zum Durchzug von 50000 Franzosen im Oktober 1806 zur Schlacht bei Jena und dessen Folgen. Die Anfänge des kirchlichen Lebens in Judenbach liegen weithin verborgen. Sicher ist nur, dass hier schon vor dem Ausgang des 14. Jahrhunderts die Kapelle St.Niklas stand, die im Jahre 1455 zu einer Kirche erweitert wurde (nach einer handschriftlichen Chronik von Nikol Heß). Bis zum 20. März 1660 war Judenbach Kaplanat der vom Benediktinerkloster Mönchröden gestifteten Pfarrei Oberlind. An jene Zeit erinnert die noch gut erhaltene alte Messglocke, die bis heute als Taufglocke in Gebrauch ist. Ein anderer alter Zeuge aus jener Zeit ist ein Abendmahlskelch, ebenfalls noch im Gottesdienst benutzt. Er besteht aus Kupfer mit starker Vergoldung, in außerordentlich kunstvoller Form, mit dem Bild des Gekreuzigten in feinstem Goldstich. Die Inschrift: "K. Jüdenbach 1645". Der Griff des Kelches erweitert sich zur Doppelrose mit sechs Knäufen, auf denen die Initialen IHSMAR (Jesus Maria) stehen. Von der 1455 erbauten Kirche ist wenig über Aussehen, Größe oder Bauart bekannt. Aus alten Kirchrechnungen wissen wir nur, dass sie im Anfang ein geschindeltes, später beschiefertes Dach hatte und einen niedrigen Turm, in dem sich zwei mit Ketten versehene Glocken befanden. Im Laufe der Jahrhunderte war dieses Gotteshaus baufällig geworden. Es wurde 1705 abgebrochen und durch ein neues Gebäude, unsere jetzige Kirche, ersetzt. Die alte Baurechnung ist bei den Pfarramtsakten noch erhalten und gibt uns interessante und merkwürdige Dinge zu lesen. So zum Beispiel die 80 Taler Spende von der Kaufmannschaft in Nürnberg, die 24 Taler Kollekte in Coburg und dann besonders die 38 Taler, acht Groschen, vier Pfennige, “so hat Clauß Steiner von Steinbach zu Hamburg colligirt und herausgeschickt". Dazu kamen 193 Taler, die “in beyden Wirths-Häußern" gesammelt wurden. Anderes Geld kam vom Konsistorium in Coburg, von Neufang, Steinach, Sonneberg usw. Es ist schon merkwürdig, wenn ein Steinbacher für Judenbach in Hamburg sammelt, und auch eine derartige Wirtshauskollekte dürfte ziemlich einmalig sein.
Auch bei den Ausgaben fallen seltsame Posten ins Auge. Ein Beispiel für viele: Das ganze Bauholz hat sage und schreibe neun Taler und einen Pfennig gekostet, und von den Hunderten von Fuhren ist nicht eine berechnet. Alle Ausgaben, Inbegriffen solche “vor Bier und Brodt, Eßen und Trincken" kamen auf nur 1338 Taler, 15 Groschen, 10 Pfennige. Zur Erlangung der Patenta, der Erlaubnisurkunden, mussten eine ganze Reihe von “Supplicen" ausgearbeitet und viele Wege gemacht werden. Bittschriften gingen nach Neustadt, Coburg, Saalfeld, Gotha, Nürnberg, Dessau, Hamburg usw. Natürlich wurde den Gönnern und Gebern manches verehrt, von Fischen und Vögeln bis zu einem "Glaß Padell, darinnen der Sect gewesen".
Danach wurde die neue Kirche im Innern geschmückt, und 1707/08 schuf der Bildhauer Georg Kauffmann zu Coburg den Taufengel. Dieses noch verhältnismäßig gut erhaltene Holzschnitzwerk mit seinen nackten Armen und Beinen und dem gewaltigen Faltenwurf ist heute noch in Gebrauch. Derselbe Bildhauer hatte beim Bau der Kirche auch die Kanzel in der Südostecke geschaffen, eine Holzschnitzarbeit von künstlerischem Wert. Besonders gut gelungen sind die Figuren der Evangelisten. Auf der Kanzelbrüstung stehen zwei Engel und halten den Kurfürstenhut mit dem Kreuz darüber und der Taube darunter. Leider erhielt auch die Kanzel mit ihren schönen geschnitzten Figuren mehrere Farbanstriche, so dass der ursprüngliche Eindruck verloren ging. Neben den 1730 von dem “Bürger und Kunstmaler Johann Naundorff aus Oberg" (Sonneberg) ausgeführten 40 Empormalereien in den Brüstungsfeldern - gut erhaltene Bilder der Heilsgeschichte - muss das Juwel unserer Kirche erwähnt werden: die 1729 von Margarethe Häuerin aus Nürnberg gestiftete spätbarocke Orgel, mit durchbrochener Schnitzerei eingefasst und von ausgezeichneter klanglicher Schönheit.
Gründliche Bauarbeiten in den Jahren 1884 und 1895 sahen unter anderem die Erneuerung des Außenputzes vor sowie den Austausch des morschen und engen Treppenhauses an der Westseite durch ein Neues und geräumiges. Vorher waren noch, um mehr Licht zu bekommen, an derselben Westseite zwei neue halb ovale Fenster durch die einen Meter starke Mauer gebrochen worden. Die Erneuerungsarbeiten umfassten weiterhin Instandsetzung des Tonnengewölbes und der die Emporen tragenden Säulen, Verlegung der Orgel von der Ost- nach der Westseite sowie Verlegung von Altar und Kanzel in den nun wesentlich geräumigeren Altarraum. Die südwestliche Empore wurde verlängert. Alle diese Maßnahmen wirkten sich positiv auf die Akustik aus. Die Arbeiten standen unter der Leitung von Architekt Maurer aus Sonneberg. Die Einweihung der in neuer Schönheit erstandenen Kirche fand am 11. August 1895 statt; die Kosten der Erneuerung betrugen rund 5000 Mark.
In den folgenden Jahrzehnten bis weit nach dem zweiten Weltkrieg musste man sich darauf beschränken, das Notwendigste zu erhalten. Erst in letzter Zeit konnte die Kirchgemeinde darangehen, die vielen Schäden in Ordnung zu bringen und eine gründliche Überholung und Erneuerung ihrer Kirche in Angriff zu nehmen. Das war möglich durch eine außergewöhnliche Spendenfreudigkeit vieler Gemeindemitglieder. Im Jahre 1966 begann die Renovierung. Das Kirchenschiff bekam ein neues, bequemes Gestühl. Geschmackvolle bunte Glasfenster lieferte die Kunstglaserei Ernst Kraus in Weimar. Die alten Emporentreppen wurden ganz erneuert und verlegt. Eine moderne Infrarotheizung kam in die Kirche. Die alte klangvolle Orgel erfuhr eine gründliche Überholung. Restaurator Hermann Müller aus Plauen (Vogtland) frischte den Prospekt auf und malte ihn neu aus. Vorher hatte der gleiche Kunsthandwerker der Kanzel, den Emporen und dem Taufengel zu farbiger Pracht und goldenem Glanz verholfen. Auch das Äußere des Kirchengebäudes bekam ein schöneres und gepflegteres Aussehen. Der wenig schöne Vorbau von einst wurde beseitigt und der Eingang der Kirche zweckmäßig neu gestaltet.
Mit diesem Anblick grüßt jetzt die Kirche zu St. Nikolaus an der alten Handelsstraße die motorisierten Nachfahren der Kaufleute von einst.
Standort
Kirchstraße
96515 Heinersdorf
Weitere Informationen
Bei der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1071 gehörte Heinersdorf zum Bistum Bamberg im damaligen Radenzgau und war um 1100 Filial von Rothenkirchen. In diese Kapelle stiftete eine Gräfin von Banz eine holzgeschnitzte gekrönte "Mutter Gottes", ein Bildwerk, dem durch Jahrhunderte hindurch Wunderheilungen zugeschrieben wurden. Seit 1989 finden wieder Wallfahrten zu der Madonna statt. Gewiss ein bemerkenswerter Fall, dass Katholiken von nah und fern eine seit der Reformation evangelische Kirche aufsuchen, um "Die Muttergottes in der Verlassenheit" um ihre Fürbitte anzugehen. Das Kirchengebäude hat sich seit seines Bestehens äußerlich kaum verändert. Es hat einen 33m hohen Turm mit achteckigem Geschoss, Arkadenaufsatz und Zwiebelkuppe mit einen Wetterhahn. Außer der oben bereits genannten holzgeschnitzten Mariendarstellung sind drei alte Flachreliefs, ebenfalls Holzschnitzereien, vorhanden: die heilige Elisabeth mit dem Bettler, Margaretha mit dem Drachen und der Evangelist Johannes, in einem Buch lesend. Die große Glocke wurde 1604 vom Erfurter Glockengießer Melchior Moerinck gegossen. Sie trägt den Namen des Herzogs Johann Casimir von Coburg und ein Kruzifix. Die mittlere Glocke ist vermutlich ein Geschenk vom Kloster Banz. Die kleinste Glocke fiel, ungefähr 500 Jahre alt, im Jahre 1942 dem Krieg zum Opfer. Nach dem Krieg trat eine neue Bronzeglocke an ihre Stelle. Bereits seit dem Dreißigjährigen Krieg trug der Turm eine Uhr. Im Jahre 1915 bekam die Kirche eine neue Orgel, die über dem Altar auf einer kleinen Empore untergebracht ist. Den Gottesacker schützt seit 1505 eine Wehrmauer. Die farbenfreudigen Deckengemälde, die zwischen 1822 und 1825 entstanden, strahlen heute wieder in altem Glanz. Schließlich erhielt in letzter Zeit die Kirche auch äußerlich ihr schmuckes Aussehen von einst wieder.
Standort
Welitscher Straße 17
96515 Heinersdorf
Weitere Informationen
Die Gedenkstätte an der ehemaligen innerdeutschen Grenze wird vom Förderverein Gedenkstätte Heinersdorf-Welitsch e.V. betreut und ist eine Gemeinschaft von Bürgern aus Heinersdorf und Welitsch (Bayern). In den Gebäuden findet man eine Auswahl an Exponaten aus der Zeit von der Grenzschließung bis zum Fall der Mauer. Seit der Teilung Deutschlands lag Heinersdorf bis 1989 unmittelbar an der innerdeutschen Grenze. Im Rahmen des Grenzregimes der DDR befand sich Heinersdorf in dem am stärksten bewachten und gesicherten Bereich der 500m - Zone, dem so genannten Schutzstreifen. Zusätzlich zu den üblichen Grenzbefestigungen nach Bayern wurde der Ortsrand nach Welitsch durch eine Betonmauer in der Bauart der Berliner Mauer abgeriegelt. Die einzige Straßenverbindung zur Außenwelt führte über Jagdshof. Zur thüringischen Seite war der Ort mit einem elektrischen Signalzaun umzäunt. Zwischen Jagdshof und Heinersdorf befand sich ein Kontrollpunkt. Nur mit dem Passierschein - Eintrag "Heinersdorf" wurde der Durchlass gewährt. Am 19. November 1989 öffnete sich durch die friedliche Revolution in der DDR die Mauer in Heinersdorf. Zur Erinnerung an die Grenzöffnung pflanzten Bürger die Franz-Josef-Strauß-Linde und setzten einen Gedenkstein. Die feierliche Denkmalweihe erfolgte am 18. November 1990. Ein Teilstück der Heinersdorfer Mauer wurde als Mahnung für die Opfer der Deutschen Teilung und des SED-Regimes unter Denkmalschutz gestellt. In einem während der Grenzöffnung errichteten Kontrollhäuschen kann sich der Besucher ein Bild von der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze machen.

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